"...doch es hört nie auf!" - Wundermittel Musik

Foto: pixabay
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Es sind die Momente, wo man im geparkten Auto sitzen bleibt oder noch ein bisschen länger als nötig durch ein Geschäft strolcht. Man lauscht der Musik, die da unvermutet aus dem Lautsprecher kommt. Das Herz geht auf. Der Geist wird weit. Der Körper entspannt sich. Musik!

 

Musik kann viel verändern. Von einem Moment auf den nächsten. Manchmal ist es der Sound, ein bestimmtes Instrument, der Rhythmus, die Stimme oder auch ein bestimmter Satz im Song. Musik kann die Innenwelt aufmischen, ordnen oder beruhigen. Ja, es ist wie ein Ankommen in der Zeit, in der man sich eigentlich schon befunden hat. Da spielt eine Musik, die berührt, die den momentanen Zustand auffängt, umarmt, willkommen heißt.

 

 

Doch es hört nie auf. Musik kann zu einem schönen Element unserer Selbstfürsorge werden. Mit einem bewussteren Umgang, mit Feingefühl für die Musikauswahl, für das Wann, Wo und Wie lange. Wie belebend ist doch ein musikalisches Live-Event: ein Pop- oder Rockkonzert, ein klassisches Konzert, eine Oper. Oder auch ein spontanes Alltagskonzert: stehenbleiben und einem Straßenmusiker ein paar Minuten zuhören. Der Musik lauschen, die aus einem Fenster tönt. Oder im Radio.

 

Das kommt unvermittelt, ist nicht planbar. Besonders an einem Morgen voll von Müdigkeit und langen Listen im Kopf hat mich Musik verzaubert. Da kam alles in mir zur Ruhe, wurde still. Ja, Musik kann uns aus den Angeln heben!

 

 

Als Musiktherapeutin erlebe ich in meiner Arbeit mit den KlientInnen eine Kraft der Musik, die teils nicht mit Worten zu fassen ist. Immer wieder überrascht mich der so individuelle Bezug zur Musik, die persönlichen Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, die in einer ganz eigenen Beziehung zu Songs, Orchesterwerken, Sounds und Schlagern stehen. Diese individuelle Begeisterung für einen Klang ist das, was trägt und sich auf mich als Musiktherapeutin überträgt. So bin ich im gemeinsamen Hören mit einer Klientin plötzlich zutiefst angerührt von Udo Jürgens "Immer wieder geht die Sonne auf", von Roy Black, Heintje oder den Scorpions. Musik, die nicht zu meinen persönlichen Vorlieben gehört, vermag in diesem musiktherapeutischen Setting von Resonanz und Einstimmung tiefere Gefühle in mir auslösen. Der Funke springt über!

 

 

Und manchmal macht Musik einfach nur gute Laune. Müde und erschöpft am Abend auf dem Bett liegend, entdecke ich auf einmal ein Musikvideo. Da hüpft die gute Laune aus dem Bildschirm, da sprudelt wunderbare Energie durch die ganze Wohnung. Juhu, Musik!

 

 

Was ist Dein momentaner Lieblingssong? Oder welche Musik begleitet Dich schon sehr lange? Ich freue mich über Eure Links in den Kommentaren.

 

Mit liebem Gruß,

 

Vivian Mary Pudelko

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Birte Andersson (Freitag, 23 Februar 2018 13:37)

    ...letztes Wochenende - im Flugzeug, auf dem Weg zu IHM, die Augen geschlossen - die große Maschine rollt los, wird schneller, hebt ab und zeitgleich erklingt der Refrain des Liedes "Waves" von Dean Lewis. Mein ganzer Körper war voller Musik und Glück https://youtu.be/dKlgCk3IGBg