Manchmal stürmt es in unserem Alltag. Die Abende sind dann lang, die Morgen beginnen früh. Und manchmal ist auch in den Nächten einiges los. Zwei Selbständige, die gerne reisen, leben mit einem kleinen Kind und zwei mittelgroßen Kindern unter einem Dach. Es ist von Natur aus viel los. Und mitten in diesem Tumult bekomme ich bei einem ruhigen Mittagessen zu zweit gesagt: "Du bist mein Fels in der Brandung." Waaas? Iiich? Im Moment? Mir wächst doch gefühlt gerade alles über den Kopf. Ich...

"Wie machst Du das Alles? Du musst ein gutes Zeitmanagement haben. Vielleicht kannst Du mir beizeiten mal ein paar gute Tipps geben!", ruft mir eine quirlige Frau im Vorbeigehen zu, als wir gerade unsere Kinder abholen und uns im Treppenhaus begegnen. Beide sind wir Mütter von drei Kindern. Beide mit dem Anliegen Mutter-Sein und Berufstätigkeit zu verbinden.

Ich liebe Parfum. Ja, ich mag diesen starken Geruch, der sich wie ein Extra-Kleidungsstück um einen legt. Ein wahrer Duftmantel. Ich erfreue mich im Alltag, wenn ich einen Hauch meines Lieblingsparfums erhasche. Und weil das Leben nicht immer gleich ist, braucht es mehrere Lieblingsparfums. Tja, aber dann gibt es noch etwas anderes.

Es sind die Momente, wo man im geparkten Auto sitzen bleibt oder noch ein bisschen länger als nötig durch ein Geschäft strolcht. Man lauscht der Musik, die da unvermutet aus dem Lautsprecher kommt. Das Herz geht auf. Der Geist wird weit. Der Körper entspannt sich. Musik!

10 Tipps wie Du im Alltag besser für Dich sorgen und dem Stress freundlich begegnen kannst.

Meine Worte erreichen Dich irgendwo. In der Straßenbahn, im überfüllten Bus, im Zug. Zuhause, unterwegs, beim Arbeiten. Vermutlich lösen sie etwas in Dir aus, sprechen Aspekte an, die Dich mal weniger, mal mehr betreffen. Resonanz. Manchmal finden LeserInnen unter Euch Worte dafür und lassen mir diese zukommen.

Jetzt drängt sich auch noch der letzte Autofahrer-Idiot vor mich auf die Straße. Obwohl der Straßenbahn-Lenker garantiert gesehen hat, dass ich noch schnell einsteigen will, fährt er einfach davon. Gerade als ich den heißersehnten ersten Bissen zu mir nehmen will, kippt - zack - zum tausendsten Mal ein Glas Wasser über den ganzen Tisch. Da geht nichts mehr, da geht nur noch:

Ich wollte das Herkunftsland meines Lieblingsschriftstellers Haruki Murakami besuchen, mal wirklich Sushi essen und am Weltkongress der Musiktherapie teilnehmen. Am liebsten allein. Und ja, das habe ich dann gemacht. Diesen Sommer!

Ich gebe zu, das klingt ein bisschen dramatisch. Ja, vielleicht sogar absolut übertrieben. Denn wie soll ein kleiner Stoffbeutel mit Lavendelblüten gefüllt Leben retten? Die kurze Antwort lautet: mein Sohn hat dieses Säckchen im Kindergarten bemalt und mit frischen Blüten aus dem eigenen Kindergartengarten befüllt und es mir dann zum Geschenk überreicht.

Es hat mehr als ein halbes Jahr gebraucht bis zu diesem neuen Blogartikel. Das war nicht so geplant. Und ja, die Tage mit drei Kindern unter 7 Jahren, mit meiner Selbständigkeit und mit ganz vielen drängenden eigenen Interessen und Bedürfnissen sind deswegen nicht länger, sondern auch mit 24 Stunden begrenzt. Keine Sorge mit der Selbstfürsorge? Von wegen!

Mehr anzeigen